Um das Wort „Gender“ ist ein regelrechter Kulturkampf entbrannt. „Genderwahn, Gender-Gaga, Gender-Ideologie, Genderismus“ – mit solchen Parolen ziehen neokonservative und rechte Kräfte gegen eine Geschlechterpolitik ins Feld, die ihnen zu liberal vorkommt. Nicht nur in Deutschland, sondern europaweit.
Aber was ist überhaupt Gender? Oder Gender-Mainstreaming? Es handelt sich um Fachbegriffe, die eine Politik kennzeichnen, die sich um mehr Gerechtigkeit in den Geschlechterverhältnissen bemüht Aber selbst Fachleuten können oft nicht gut erklären, was diese Begrifflichkeiten und Konzepte für alltägliche Lebenszusammenhänge bedeuten, oder für was sie genau hilfreich sind.
Die empörten und oft aggressiven Reaktionen von Gegnern und Gegnerinnen tun das Ihre dazu, die eigentliche Bedeutung zu verwirren und gar ins Gegenteil zu verkehren.
Ein Flyer des Evangelischen Zentrums Frauen und Männer bietet einen Einstieg ins Thema, der verstehen hilft. Ganz konkrete Beispiele aus den Lebenssituationen unterschiedlichster Menschen machen klar, welche alltägliche Schwierigkeiten eine „Genderbrille“ sichtbar macht und wie dadurch Lösungen greifbar werden.